Die Geschichte unseres Unternehmens

Mit einem gewaltigen Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor rund 12.000 Jahren beginnt die Geschichte der Rheinischen Bimsindustrie. Dabei wurden unvorstellbare Mengen an Asche und Bims im Koblenz-Neuwieder-Becken verteilt.

Die Verwendung von Bims als Baumaterial lässt sich bis ins 17. Jh. zurückverfolgen.

Die Produktion als Bimstein in genormten Formaten unter Zuhilfenahme eines Bindemittels beginnt aber erst in der Mitte des 19. Jh. Zunächst verwende man Kalk als Bindemittel, später Zement, der die Entwicklung der heute üblichen Wandstärken und industriellen Produktionsverfahren erst ermöglichte.

 

Die besonderen Eigenschaften des Bimskornes, der die damit hergestellten Steine leicht und zugleich wärmedämmend macht, liegt an den luftgefüllten Poren, die einen Anteil von ca. 85% erreichen.

Gegenüber Innovationen war man offen und so entstanden bereits ab 1860 die ersten Großformat-Mauersteine und die bis heute üblichen Hohlblöcke.

Bimssteine punkten auch heute noch mit ihren excellenten Eigenschaften, wie hohe Wärmedämmung und geringer Energieverbrauch bei der Produktion und Transport.

Im Jahr 1889 begann Peter Kircher, der Großvater des heutigen Eigentümers, mit der Produktion dieser hervorragenden Wandbaustoffe.

Früher wurden die Steine in Handarbeit hergestellt. Die fortschreitende Industriealisierung und Maschinisierung konnte eine enorme Produktionssteigerung erreicht werden. Am Wiederaufbau Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg sind die Rheinischen Bimsbaustoffe zu einem großen Teil beteiligt.

In weiser Voraussicht gründete Matthias Kircher, der jetzige Besitzer, im Jahre 1969 einen Baustoffhandel, der die selbst produzierten Bimssteine bundesweit vertreiben sollte.

Bis in die 1970er Jahre war zwar eine Auslieferung mit Flussschiffen sowie der Bahn noch üblich, aber den Kunden war das in zunehmenden Maße zu unflexibel.

So setzte man schon bald LKW mit Bordkran ein, um die Bimssteine direkt dort abzuladen, wo der Bauunternehmer diese brauchte.

 

Heute ist der Bimsverkauf in den Hintergrund getreten und das Unternehmen Kircher hat sich zu einem großen Baustoffhandel entwickelt. Mit sechs Standorten liegt der Schwerpunkt nun im Vertrieb von Fliesen, Hoch- und Tiefbau-Produkten, Wärmedämmung, Trockenausbau-Systemen, Bauelementen sowie Putz- und Estrichsystemen.